Auswahl einer PIM-Plattform
Eine Produktdemo kann nahezu jede Plattform beeindruckend erscheinen lassen. Aufgeräumte Benutzeroberflächen, vorbereitete Datensätze und sorgfältig ausgewählte Workflows sorgen für eine überzeugende Präsentation – zeigen aber nicht unbedingt, ob das System die Realität Ihres Unternehmens bewältigen kann.
Das ist besonders wichtig, wenn Sie Pimcore bewerten. Die Plattform vereint Product Information Management, Master Data Management, Digital Asset Management, Digital Experience Management und Commerce-Funktionen. Ihre Flexibilität zählt zu ihren größten Stärken, bedeutet jedoch auch, dass eine allgemeine Produkttour nicht ausreicht, um festzustellen, ob die Plattform zu Ihrem Unternehmen passt.
Eine aussagekräftige Pimcore-Demo sollte sich deshalb auf Ihre Daten, Prozesse, Kanäle und Nutzer konzentrieren.
Diese zwölf Fragen helfen Ihnen dabei, über die Benutzeroberfläche hinauszublicken und zu beurteilen, welchen praktischen Mehrwert die Plattform bieten kann.
1. Kann Pimcore unsere tatsächliche Produktstruktur abbilden?
Produkte bestehen selten nur aus einem Namen, einer Beschreibung und einem Preis. Unternehmen müssen möglicherweise Varianten, Komponenten, technische Attribute, Zubehör, Klassifikationen und Beziehungen zwischen Produkten verwalten.
Die Demo sollte zeigen, wie Ihr tatsächliches Produktmodell abgebildet werden kann – und nicht nur, wie ein vorbereiteter Beispielkatalog funktioniert.
2. Wie werden Produktvarianten und Beziehungen verwaltet?
Fragen Sie, wie die Plattform übergeordnete Produkte, Varianten, Bundles, Ersatzartikel, Ersatzteile und ergänzende Produkte verwaltet.
Das Ziel besteht darin zu verstehen, ob Beziehungen zentral gepflegt und über verschiedene Kanäle hinweg wiederverwendet werden können, ohne doppelte Datensätze zu erstellen.
3. Können unterschiedliche Datenquellen konsolidiert werden?
Produktinformationen befinden sich möglicherweise derzeit in einem ERP-System, in Lieferantendateien, Tabellen, Datenbanken und E-Commerce-Systemen.
Eine aussagekräftige Demo sollte erklären, wie Daten importiert, zugeordnet, validiert und verteilt werden können. Sie sollte außerdem verdeutlichen, welche Systeme nach der Implementierung weiterhin für bestimmte Informationen verantwortlich bleiben.
4. Wie funktioniert das Datenqualitätsmanagement?
Die Zentralisierung minderwertiger Daten löst das zugrunde liegende Problem nicht.
Fragen Sie, wie Pimcore fehlende Werte, unvollständige Datensätze und inkonsistente Informationen erkennt. Die Demo sollte zeigen, wie Teams feststellen können, welche Produkte zur Veröffentlichung bereit sind und welche noch bearbeitet werden müssen.
5. Wie werden Sprachen und regionale Varianten verwaltet?
Europäische Unternehmen benötigen häufig mehr als direkte Übersetzungen. Produktnamen, Klassifikationen, Inhalte, Einheiten und rechtliche Informationen können sich von Markt zu Markt unterscheiden.
Die Demo sollte zeigen, wie globale Informationen und lokale Varianten verwaltet werden können, ohne separate Produktdatenbanken pflegen zu müssen.
6. Wie wird Digital Asset Management mit Produktdaten verbunden?
Bilder, Videos, Handbücher und technische Dokumente sollten nicht von den Produkten getrennt bleiben, zu denen sie gehören.
Eine relevante Demo sollte zeigen, wie Assets organisiert, mit Produkten verknüpft und für die Wiederverwendung auf Websites, in Onlineshops, auf Marktplätzen, in Kundenportalen und über weitere Kanäle vorbereitet werden.
7. Welche Workflows und Genehmigungsprozesse können konfiguriert werden?
An der Pflege von Produktinformationen sind in der Regel mehrere Verantwortungsbereiche beteiligt. Ein Team pflegt möglicherweise technische Daten, ein anderes erstellt Marketingtexte und ein drittes genehmigt die Veröffentlichung.
Fragen Sie, wie Aufgaben, Genehmigungsstufen und Verantwortlichkeiten an Ihr Unternehmen angepasst werden können. Eine aussagekräftige Demo sollte zeigen, wie Informationen von der ersten Erstellung über die Prüfung und Genehmigung bis zur Veröffentlichung weitergeleitet werden.
8. Wie werden Rollen und Berechtigungen verwaltet?
Nicht jeder Nutzer sollte sämtliche Informationen einsehen, bearbeiten, genehmigen oder veröffentlichen können.
Die Demo sollte erklären, wie Zugriffsrechte für verschiedene Teams, Märkte, Marken und Verantwortungsbereiche gesteuert werden können. Das ist besonders wichtig, wenn Mitarbeiter, Agenturen, Lieferanten oder externe Partner in derselben Umgebung zusammenarbeiten.
9. Wie werden Informationen an verschiedene Kanäle verteilt?
Eine PIM-Plattform schafft dann einen Mehrwert, wenn Informationen konsistent wiederverwendet werden können.
Fragen Sie, wie Produktdaten und Assets an Websites, Onlineshops, Marktplätze, mobile Anwendungen, Kundenportale oder gedruckte Kataloge übermittelt werden können. Die Demo sollte außerdem erklären, ob kanalspezifische Formate und Inhaltsanforderungen verwaltet werden können, ohne die zugrunde liegenden Informationen zu duplizieren.
10. Welche Integrationen benötigt unsere Systemarchitektur?
Die Demo sollte Pimcore nicht als isolierte Plattform betrachten. Sie sollte zeigen, welche Rolle ERP-, CRM-, E-Commerce-, Lieferanten- und Analysesysteme innerhalb der vorgesehenen Architektur spielen.
Noch wichtiger ist, dass sie verdeutlicht, welche Plattform für welche Art von Daten verantwortlich ist und wie Informationen zwischen den Systemen übertragen werden. Ohne diese Klarheit können Integrationen neue Inkonsistenzen verursachen, statt bestehende zu beseitigen.
11. Was werden unsere internen Teams selbst verwalten?
Flexibilität ist nur dann wertvoll, wenn das Unternehmen das daraus entstehende System auch betreiben kann.
Fragen Sie, welche Tätigkeiten Redakteure, Produktmanager und Administratoren selbstständig übernehmen können und welche Änderungen voraussichtlich Unterstützung durch Entwickler erfordern. Die Antwort beeinflusst Schulungen, Governance, interne Verantwortlichkeiten und die langfristigen Betriebskosten.
12. Was würde unsere Implementierung tatsächlich umfassen?
Eine produktive Demo sollte mit mehr als einer Liste von Funktionen enden.
Sie sollte die Analyse, Datenmodellierung, Integrationsplanung, Migration, Tests, Schulungen und Governance-Entscheidungen benennen, die für Ihren Anwendungsfall erforderlich sind. So wird aus einer vielversprechenden Produktpräsentation eine realistische Diskussion über die Implementierung.
Eine Demo sollte geschäftliche Fragen beantworten
Die beste Pimcore-Demo ist nicht diejenige, die die meisten Funktionen zeigt. Es ist diejenige, die Ihrem Unternehmen verständlich macht, wie die eigenen Produkte, Assets, Workflows und Kanäle zusammenarbeiten können.
Dokumentieren Sie vor der Demo Ihre Datenquellen, operativen Herausforderungen, benötigten Kanäle und wichtigsten Nutzergruppen. Dadurch erhält die Präsentation einen klaren geschäftlichen Kontext und es wird einfacher, relevante Funktionen von beeindruckenden, aber unnötigen Möglichkeiten zu unterscheiden.
Bei codafish unterstützen wir Unternehmen dabei, Pimcore auf Grundlage ihrer tatsächlichen Datenstrukturen und operativen Anforderungen zu bewerten und zu implementieren. Das Ziel besteht nicht nur darin, zu zeigen, was die Plattform leisten kann, sondern festzustellen, was sie für Ihr Unternehmen leisten sollte.
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