5 versteckte Kosten isolierter PIM- und Commerce-Systeme
Composable Commerce ist darauf ausgelegt, Unternehmen Flexibilität und Geschwindigkeit zu geben. Die Idee ist einfach: Wählen Sie die besten Tools für jede Ebene Ihres Stacks, verbinden Sie sie und skalieren Sie ohne Reibung.
In der Praxis erleben jedoch viele Organisationen etwas ganz anderes. Systeme wie Pimcore und commercetools werden erfolgreich implementiert, arbeiten aber nicht vollständig als Einheit. Stattdessen existieren sie nebeneinander, gerade ausreichend miteinander verbunden, um zu funktionieren, aber nicht genug, um Daten effizient zu bewegen.
Diese Lücke zwischen PIM und Commerce mag zunächst klein erscheinen, entwickelt sich jedoch schnell zu einer konstanten Quelle von Reibung. Jede Aktualisierung erfordert Abstimmung. Jeder Rollout hängt von Ausrichtung ab. Und während das Unternehmen wächst, wächst auch der Aufwand, diese Verbindung aufrechtzuerhalten.
Diese Herausforderungen erscheinen selten in Architekturdiagrammen, aber sie zeigen sich klar in der Geschäftsperformance. Wenn PIM und Commerce in separaten Silos laufen, sind die Kosten nicht abstrakt. Sie sind in Ihrer GuV sichtbar.
Wo die Kosten tatsächlich entstehen
Die Auswirkungen verteilen sich über die gesamte Organisation. Sie verlangsamen Prozesse, erhöhen Aufwand und reduzieren Effizienz. Mit wachsender Skalierung werden diese Effekte immer deutlicher.
KOSTEN #1 · TIME-TO-MARKET
Der erste spürbare Effekt ist eine verlangsamte Time-to-Market. Wenn Pimcore und commercetools nicht in Echtzeit verbunden sind, erfordert jede Änderung Abstimmung und manuelle Schritte.
Neue Produkte, Märkte oder Storefronts bedeuten zusätzliche Prozesse. Daten müssen überprüft, angepasst und übertragen werden, bevor etwas live gehen kann.
Was eigentlich schnelle Iteration ermöglichen sollte, wird zu einer Abfolge von Abhängigkeiten. Composable Commerce soll Geschwindigkeit schaffen – nicht bremsen.
KOSTEN #2 · UNGENUTZTE PIM-DATEN
Pimcore ermöglicht es, Produktdaten, Medien und Inhalte strukturiert und hochwertig zu modellieren. Ohne eine funktionierende Verbindung zu commercetools bleibt dieser Wert jedoch ungenutzt. Die Daten existieren im PIM, erreichen aber nicht die Kanäle, die Umsatz generieren.
Es entsteht eine Trennung zwischen Datenerstellung und Datennutzung. Das Unternehmen investiert in Qualität, ohne den vollen Nutzen daraus zu ziehen.
Dadurch entsteht eine Diskrepanz zwischen der Erstellung und der Nutzung von Daten. Das Unternehmen investiert in die Pflege hochwertiger Produktinformationen, doch diese Informationen tragen nicht in vollem Umfang zur Umsatzgenerierung bei. Infolgedessen bleibt ein erheblicher Teil des in Pimcore geschaffenen Werts ungenutzt.
KOSTEN #3 · LOKALISIERUNGSAUFWAND
Die Verwaltung mehrsprachiger Produktdaten wird erheblich komplexer, wenn die Systeme nicht vollständig aufeinander abgestimmt sind. Jeder neue Markt bringt zusätzliche Koordinationsaufwand mit sich, da die Inhalte plattformübergreifend angepasst und überprüft werden müssen.
Ohne ein zentrales System, das als zentrale Datenquelle dient, müssen Aktualisierungen an mehreren Stellen vorgenommen werden. Produktbeschreibungen, Attribute und Assets können zwischen den verschiedenen Sprachen und Regionen leicht aus dem Gleichgewicht geraten.
Was eigentlich ein skalierbarer Prozess sein sollte, wird zu Routinearbeit. Anstatt eine schnellere internationale Expansion zu ermöglichen, erhöht die Architektur den Aufwand für jeden neuen Markt. Auf lange Sicht schränkt dies das globale Wachstumspotenzial eines Unternehmens ein.
KOSTEN #4 · DATENDRIFT
Wenn PIM- und E-Commerce-Systeme unabhängig voneinander betrieben werden, kommt es nach und nach zu Unstimmigkeiten. Selbst kleine Abweichungen bei Attributen, Varianten oder Assets können sich im Laufe der Zeit summieren und dazu führen, dass mehrere Versionen derselben Produktdaten entstehen.
Dieses Phänomen, das oft als „Datenverschiebung“ bezeichnet wird, hat weitreichendere Auswirkungen, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Betriebsteams verlieren das Vertrauen in die Daten, was zu zusätzlichen Validierungsschritten vor der Veröffentlichung führt. Kundendienstteams verbringen Zeit damit, Unstimmigkeiten zwischen den Systemen zu beheben. Unterdessen können Kunden kanalübergreifend auf widersprüchliche Informationen stoßen.
Das Problem ist nicht nur technischer, sondern auch organisatorischer Natur. Sobald das Vertrauen in die Daten nachlässt, verlangsamt sich jeder Arbeitsablauf und wird vorsichtiger.
KOSTEN #5 · API OVERFETCHING
Ein weiterer, oft übersehener Kostenfaktor ergibt sich aus der Art und Weise, wie Daten abgerufen und zwischen Systemen übertragen werden. Viele Standardintegrationen basieren auf generischen API-Aufrufen, die alle verfügbaren Felder abrufen, unabhängig davon, ob diese benötigt werden.
Dieser als „Overfetching“ bezeichnete Ansatz belastet das System unnötig und beeinträchtigt die Leistung des Online-Shops. Mit zunehmender Größe der Produktkataloge werden die Auswirkungen immer deutlicher. Das Laden der Seiten dauert länger, was sich negativ auf das gesamte Nutzererlebnis auswirkt.
Auch wenn dieses Problem weniger offensichtlich ist als manuelle Prozesse oder Dateninkonsistenzen, wirkt es sich doch unmittelbar auf die Leistung und die Konversionsraten aus. Mit der Zeit wird es zu einem messbaren Kostenfaktor, sowohl was die Systemeffizienz als auch das Kundenerlebnis betrifft.
Die Lösung: Eine Brücke, die auf Skalierbarkeit ausgelegt ist
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen bestehende Systeme nicht ersetzt werden. Vielmehr muss eine geeignete Verbindung zwischen ihnen hergestellt werden.
Der Pimcore-commercetools-Connector schafft eine Integrationsschicht, die es ermöglicht, Pimcore und commercetools als einheitliche Architektur zu betreiben. Pimcore wird zur zentralen Datenquelle für Produktdaten, während commercetools weiterhin als modulare E-Commerce-Engine fungiert.
Dank der bidirektionalen Synchronisierung in Echtzeit werden Produktdaten automatisch zwischen den Systemen ausgetauscht. Dadurch entfällt die manuelle Abstimmung, und es wird sichergestellt, dass Aktualisierungen in allen Online-Shops und Kanälen einheitlich übernommen werden.
Gleichzeitig stellt ein GraphQL-basierter Ansatz sicher, dass nur die benötigten Daten abgefragt und übertragen werden. Durch den Verzicht auf unnötige Datenabrufe verbessert der Konnektor die Leistung und vermeidet die mit übermäßigem Datenabruf verbundenen Ineffizienzen.
Was das in der Praxis bedeutet
Wenn die Anbindung von PIM und E-Commerce korrekt umgesetzt ist, wird der Betrieb deutlich effizienter. In Pimcore vorgenommene Produktaktualisierungen sind sofort in allen relevanten Online-Shops verfügbar, und mehrsprachige Inhalte bleiben marktübergreifend konsistent.
Teams müssen nicht mehr systemübergreifend doppelte Arbeit leisten oder Daten vor jedem Release manuell überprüfen. Stattdessen können sie sich auf einen einheitlichen, zentralisierten Datensatz verlassen, der ein skalierbares Wachstum ermöglicht.
Dadurch kann sich das Unternehmen weniger auf die Aufrechterhaltung der Abstimmung konzentrieren und stattdessen mehr darauf, bessere Einkaufserlebnisse zu bieten.
SEHEN SIE ES AN IHREN DATEN
Die Architektur zu verstehen ist eine Sache. Zu sehen, wie sie mit den eigenen Daten funktioniert, ist eine andere.
Wenn man den Konnektor in einer Sandbox ausführt, die das Produktmodell widerspiegelt, lässt sich in Echtzeit beobachten, wie die Daten fließen. So können Teams erkennen, wo manuelle Prozesse entfallen und wo sich Leistungssteigerungen bemerkbar machen.
Der Pimcore-commercetools-Connector wird von codafish, einem Pimcore-Gold-Partner, entwickelt und betreut. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bereitstellung stabiler, skalierbarer Integrationen, die sich in der Praxis bewähren.
Das fehlende Glied in Ihrer Gewinn- und Verlustrechnung
Die Kosten, die durch die isolierte Verwaltung von PIM und E-Commerce entstehen, sind selten offensichtlich, aber immer vorhanden. Sie äußern sich in verzögerten Markteinführungen, Doppelarbeit, inkonsistenten Daten und einer verminderten Systemleistung.
Die ordnungsgemäße Vernetzung dieser Systeme ist nicht nur eine technische Verbesserung, sondern eine geschäftliche Entscheidung. Sie verändert die Effizienz der Teamarbeit und die Wirksamkeit, mit der Daten das Wachstum fördern.
Composable Commerce bietet nur dann einen echten Mehrwert, wenn die Systeme nahtlos zusammenarbeiten. Ohne diese Vernetzung bleiben die Vorteile reine Theorie.
Dadurch lassen sie sich messen.
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