Google Web Stories im Detail

Wer von uns kennt sie nicht, die unterhaltsamen und bunten Kurzvideos auf Instagram, TikTok oder Facebook? Wieviel Zeit verbringen wir damit uns durch die verschiedensten Stories zu swipen, zu liken und mit unseren Freunden zu teilen. Es liegt auf der Hand, verpackt mit schönen Bildern und einer packenden Geschichte, lassen sich Informationen leichter vermitteln. Und das mit einer großer Reichweite.

Google Web Stories: Was sind die Vorteile?

  • Reichweite
    Stories auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook können in der Regel nur innerhalb der jeweiligen App angesehen werden, während Google Web Stories über Suchmaschinen auffindbar sind und es Marken ermöglichen, auch Nutzer zu erreichen, die nicht in sozialen Netzwerken aktiv sind, und Zielgruppen präziser anhand ihrer Suchintention anzusprechen.
  • Google Web Stories für SEO
    Im Gegensatz zu Social-Media-Stories, die nach 24 Stunden verschwinden, bleiben Google Web Stories in den Suchergebnissen sichtbar und können in unterschiedlichen Google-Suchanfragen erscheinen, was die langfristige Sichtbarkeit sowie das Potenzial für Traffic und Conversions durch integrierte Links und Call-to-Actions erhöht.
  • Wie sieht eine ideale Google Web Story aus?
    Eine ideale Google Web Story setzt auf starkes Storytelling, visuell ansprechende Inhalte und kurze, prägnante Texte, um die Aufmerksamkeit der Nutzer innerhalb weniger Sekunden zu gewinnen und die Botschaft klar und effektiv zu vermitteln.
  • Nützliche und interessante Inhalte bieten
    Google bevorzugt Web Stories, die hilfreiche und relevante Inhalte in ansprechender Form liefern, mit kurzen und präzisen Texten, beschreibenden Titeln mit etwa 70 Zeichen sowie einem ausgewogenen Einsatz von Animationen, die den Inhalt unterstützen und nicht ablenken.
Mit Google Web Stories für WordPress

Es gibt auch eine einfachere Variante, um schöne Web Stories auf Google zu bringen. Das Plug-In für WordPress von Google, welches direkt in WordPress installiert werden kann. Nach dem Prinzip „Baukastensystem“, erlaubt das Plug-In dem Website-Betreiber mit verschiedenen Templates und einem Editor, die Erstellung eigener Google Web Stories.

Die bereitgestellten Templates sind grafisch sehr hochwertig und visuell ansprechend. Über den Editor lassen sich die Templates individuell anpassen und bearbeiten.

Richtlinien für die Google Web Stories

  • Urheberrechte bei Web Stories
    Wie überall in der Online- und Offline-Welt stehen die Rechte der Urheber an erster Stelle. Google hat Web Stories für die Veröffentlichung origineller Inhalte vorgesehen. Mit anderen Worten: Web Stories mit urheberrechtlich geschützten Werken Dritter sind nur zulässig, wenn eine gültige Genehmigung des Rechteinhabers vorliegt.
  • Weniger Text, kürzere Videos
    Stories werden nur veröffentlicht, wenn sie nicht als zu textlastig eingestuft werden. Konkret bedeutet dies, dass eine Story weniger als 180 Zeichen enthalten sollte. Ebenso empfiehlt Google, Videos kurz zu halten, idealerweise mit einer Dauer von unter 50 Sekunden pro Seite.
  • Bildqualität und professionelles Design
    Web Stories mit stark verpixelten oder verzerrten Bildern und Videos sind für Nutzer weder ansprechend noch werden sie von Google als qualitativ hochwertig angesehen. Daher ist es sehr wichtig, professionelle Unterstützung beim Design der Web Stories in Anspruch zu nehmen, sofern die notwendigen Designkenntnisse fehlen.
  • Web Stories sind keine Werbeplattform
    Google Web Stories dienen in erster Linie dazu, Nutzern unterhaltsame Informationen zu einem Thema bereitzustellen und nicht als reine Werbeplattform. Stories mit einem zu starken Werbefokus werden von Google abgestraft und können bei schwerwiegenden Verstößen sogar dazu führen, dass eine Website dauerhaft von den Web Stories ausgeschlossen wird. Weitere Informationen finden sich in den Inhaltsrichtlinien von Google für Web Stories.
  • mit Programmierkenntnissen
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ansprechende Web Stories zu veröffentlichen, um neue Besucher für Ihre Marke zu gewinnen. Die Web Stories basieren auf dem AMP-Framework. AMP steht für „Accelerated Mobile Pages“ und ist eine HTML-Variante, die speziell für die Erstellung von Websites für mobile Geräte entwickelt wurde. Für die meisten von uns klingt das vielleicht schon recht kompliziert. Dies war bisher ein großes Hindernis bei der Erstellung von Web Stories auf Google, da man ohne Programmierkenntnisse die Stories nicht veröffentlichen konnte. Für Programmierer mit Kenntnissen in HTML, CSS und JavaScript bietet amp.dev Anleitungen zur Erstellung der ersten Story.
Google Web Stories in 5 Schritten

Damit Ihre Story in den Suchergebnissen in Verbindung mit Ihrem Produkt erscheinen kann, muss die Web Story mit dem Artikel verlinkt werden:

  1. Zuerst erstellen Sie den Beitrag in WordPress
  2. Passend zum Beitrag bauen Sie eine Google Web Story
  3. Über das Web Stories Dashboard in WordPress veröffentlichen Sie die Story
  4. In der Vorschau lassen Sie sich nun den Story-Link anzeigen
  5. Den Link bauen Sie dann über einen Gutenberg Block-Element in den WordPress Beitrag ein

Wir empfehlen folgendes Erklärvideo: Pete McPherson führt Sie in seinem Tutorial Schritt für Schritt durch die Erstellung Ihrer ersten Google Web Story mit dem WordPress Plug-In: Erklärvideo

Auch wenn sich das Veröffentlichen der Stories mit dem WordPress Plug-In vereinfacht, ist es noch lange nicht nutzerfreundlich in der Anwendung, wie zum Beispiel auf den Social Media Apps. Auch gibt es keine Garantie, dass die Web Stories die erstellte Story in den Suchergebnissen angezeigt werden. Da es noch eine neue Anzeigeart ist, werden die Google Web Stories auch nicht so häufig wie Videoergebnisse dargestellt. Nun stellt sich die Frage, lohnt es sich der Aufwand denn überhaupt? Wir finden: Wenn Sie bereits über großartigen Content und Bildern verfügen, dann können sie den Traffic auf Ihrer Website sicherlich steigern. Ebenso sollten Sie sich Gedanken über Ihre Zielgruppe machen. Da die Web Stories nur auf mobilen Geräten angezeigt werden und die Darstellung von Information als Story eher bei den Jüngeren bekannt ist, könnte eine Story vielleicht bei Ihrer Zielgruppe unbemerkt bleiben. Da Google aber offensichtlich Ressourcen für Google Web Stories bereitstellt und sich die Umstände und Anforderungen von Internetusern stets ändern, lässt es sich nicht ausschließen, dass Google Web Stories in den Suchergebnissen in naher Zukunft von Google noch stärker gepusht werden und so mehr Bekanntheit erlangen.

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